Kaum ein Technologie-Thema erhält derzeit mehr Aufmerksamkeit als Künstliche Intelligenz. Medienberichte, Studien und Produktankündigungen überschlagen sich – doch in der Praxis zeigt sich ein anderes Bild: Der Anteil der Unternehmen, die KI strategisch und skalierbar nutzen, ist noch gering. Vielerorts fehlt ein systematischer Ansatz, wie KI gezielt entlang des Produktentstehungsprozesses eingesetzt werden kann, und eben nicht nur einzelne Use Cases aufgebaut werden.
In der OPPORTUNITY-Ausgabe „Code the Product“ haben wir einen vollständig digitalen Entwicklungsansatz beschrieben, mit dem Unternehmen von kürzeren Entwicklungszeiten, einer hohen Produktabsicherung und deutlich reduzierten Kosten profitieren können. In der vorliegenden OPPORTUNITY-Ausgabe „KI im Engineering“ (Erscheinungsdatum: 05/2025) beleuchten wir, welche Rolle Künstliche Intelligenz in diesem neuen Entwicklungsansatz spielt.
Nicht jede KI-Anwendung verändert Prozesse im gleichen Maße – einige Werkzeuge unterstützen punktuell, andere übernehmen Verantwortung für ganze Abläufe. Das von UNITY entwickelte Taxonomie-Modell bietet hierfür einen Orientierungsrahmen. Es unterscheidet vier Kategorien von KI-Anwendungen – vom einfachen Tool bis hin zum digitalen KI-Mitarbeiter. Dieses Modell dient nicht nur als technische Einordnung, sondern auch als Grundlage für Technologieplanung, Change Management und Organisationsentwicklung.
- Die Transformation der R&D
- Vision „Code the Product“
- Framework für KI in der Produktentwicklung
- Praxisbeispiele
- Transformationsfahrplan: Code the Product trifft Künstliche Intelligenz
- Governance, Organisation und Kompetenzanforderungen für die KI-Integration
Kategorien Künstliche Intelligenz
Kategorien Künstliche Intelligenz
Die vier KI-Kategorien zeigen den Grad an Verantwortung an, den der Mensch mit der jeweiligen KI-Stufe delegiert. Wer sie also als Verantwortungs- statt als Technologiestufen begreift, kann Autonomie gezielt skalieren, Risiken managen und menschliche Kreativität freisetzen.
Zahlreiche Praxisbeispiele aus unterschiedlichsten Anwendungsbereichen im Kontext Produktentwicklung zeigen auf, was mit Künstlicher Intelligenz heute bereits möglich ist. Darüber hinaus verbindet ein dreistufiger Transformationsfahrplan die bewährten Entwicklungsstufen von „Code the Product“ mit den Erfolgsfaktoren der KI-Einführung. Schließlich erfordert die Steuerung und Organisation des technischen, organisatorischen und kulturellen Wandels ein stringentes Governance-Modells, das in der OPPORTUNITY mit dem „KI-Transformationshaus“ beschrieben wird.
Dr.-Ing. Daniel Steffen
Partner, Head of R&D & Systems Engineering
Dr.-Ing. Jens Standke
Principal, Head of PLM & Digital Twin
Dr.-Ing. Matthias Grünewald
Senior Manager
Dr.-Ing. Juan Mejia
Senior Manager